Projekte

Das Museum arbeitet an verschiedenen Projekten, welche wir Ihnen im Folgenden vorstellen möchten: 

  • Leader-Projekt: “Ein Fluss erzählt: Lieblingsorte der regionalen Geschichte”
  • Kleines Museum als „digitaler Möglichkeitsraum“

Ausführliche Berichte finden Sie weiter unten.

Leader-Projekt: “Ein Fluss erzählt: Lieblingsorte der regionalen Geschichte”:

Unter dem Namen „Ein Fluss erzählt: Lieblingsorte der regionalen Geschichte“ hat das Museum im Marstall ein Projekt zur Erforschung und Präsentation der Elbmarschkultur gestartet.

Bis Mai des kommenden Jahres werden auf der Basis der Forschungsergebnisse fünf Ausstellungs-Stationen, sogenannte „Museumsinseln“, an markanten Plätzen in der Region entstehen. Interessierte können sich dort über wesentliche Merkmale der Elbmarsch informieren und bekommen spannende Aspekte an Ort und Stelle erklärt und erläutert.

Die Stationen sind über die fünf Gemeinden Bardowick, Elbmarsch, Winsen, Stelle und Seevetal verteilt und greifen dort unterschiedliche Themen und Aspekte der Elbmarschregion auf: Wie wurden und werden Deiche gebaut? Was zeichnet die Region der Elbmarsch zwischen Seevetal und Bardowick aus? Wo und wie hat sich die Landschaft durch Deichbrüche und Überschwemmungen verändert? Wie wurden die Flüsse genutzt und „gezähmt“? Diese und viele weitere Fragen werden durch die Nutzung von digitaler Vermittlung und anschaulichen Vermittlungsformen erklärt und vertieft.

Prof. Dr. Norbert Fischer, der bereits viel zu Küstengesellschaften und maritimer Kultur geforscht und veröffentlicht hat, konnte für das Projekt gewonnen werden. Ausgehend von seiner Forschung gestaltet das Museum im Marstall die Museumsinseln in der Region. Die Projektleitung liegt in den Händen von Frau Dorothea Lepper, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit beim Museum im Marstall. Über die laufenden Forschungen und Studien informiert das Museum über einen separaten Newsletter sowie mit gezielten Veranstaltungen. Sollten Sie Interesse an dem Newsletter haben oder Fragen, bzw. Anregungen haben, dann schreiben Sie an lepper@museum.im.marstall.de.

Veranstaltungen zu dem Thema entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungsprogramm.—-

Das Museums-Projekt „Ein Fluss erzählt: Lieblingsorte der regionalen Geschichte“ ist Teil eines größeren Förderprojektes unter dem Namen „Ein Fluss erzählt: Geschichte und Geschichten an der Elbe und ihren Zuflüssen“. Beide Projekte bauen auf ein Förderprogramm des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) auf. Über den Zusammenschluss der fünf Gemeinden Bardowick, Elbmarsch, Winsen, Stelle und Seevetal zu einer sogenannten „Leader-Region“ werden Projekte durch den ELER-Fonds gefördert, die der gesamten Region zugutekommen. Die Leader-Region der Winsener Elbmarsch unter dem Namen „Achtern-Elbe-Dieck“ fördert die Museumsinseln durch EU-Mittel und durch die Beteiligung der fünf Gemeinden. Weitere Förderpartner sind die VGH-Stiftung und die Sparkasse Harburg-Buxtehude.

Kleines Museum als „digitaler Möglichkeitsraum“:

 

Die Digitalisierung und neue Medien bieten auch Museen enorme Chancen für ihre alltägliche Arbeit in Forschung, Sammlung, Bewahren, Ausstellung und Vermittlung. Während die meisten großen Museen digitale Möglichkeiten bereits rege nutzen, besteht bei vielen kleineren Museen noch Nachholbedarf.

Wie dies möglichst leicht geändert werden kann, erproben verschiedene kleinere Museen in Niedersachsen und Bremen unter der Federführung des Museums im Marstall in Winsen (Luhe) in einem dreijährigen Projekt. Ziel ist es, einen digitalen Baukasten zu erschaffen, der kleineren Museen zugänglich gemacht wird und von diesen einfach genutzt werden kann. Er enthält viele Blaupausen, Anleitungen und niedrigschwellig umsetzbare Lösungen zur Digitalisierung. Viele dieser Lösungen werden vorab selbst im Museum im Marstall oder den anderen teilnehmenden Museen getestet. Neben den Möglichkeiten der Digitalisierung der alltäglichen Museumsarbeit liegt der Schwerpunkt des Projekts in der Schaffung einer kulturell geprägten Medienpädagogik, die die Museumspädagogik um einen digitalen Schwerpunkt ergänzt. So werden im Bereich der Vermittlung beispielsweise neue digitale Angebote erschaffen, die die Ausstellung ergänzen und für die Besuchenden weiterführende, spannende Erlebnisse bieten. Medienpädagogische Angebote für Lernende lassen das Museum zu einer digitalen Kulturwerkstatt werden und unterstützen somit neue Formen der Vermittlung in den Museen, sei es durch den Einsatz neuer Medien, Lernspiele oder interaktive Angebote. Durch die Ausstellung ergänzende Informationen, die beispielsweise in einer App oder auf der Internetseite durch Interessierte aufgerufen werden können, wird ein orts- und zeitunabhängiges Museum erschaffen – ergänzt um die Möglichkeit, dass Erfahrungen oder Informationen durch die Interessierten selbst ergänzt werden können und somit nicht mehr nur Wissen konsumiert, sondern mitgestaltet wird.

Es zeigt sich, dass auch die kleineren Museen das Thema Digitalisierung angehen können und die Chancen, die das Thema bietet, nutzen sollten. Für das Projekt wurde daher ein Newsletter eingerichtet. Interessierte Museen können sich beim Projektleiter Tammo Hinrichs unter hinrichs@museum-im-marstall.de dafür anmelden und erhalten so die neuesten Informationen. Des Weiteren ist für Ende 2023 eine (digitale) Tagung geplant.