Die Region der Elbmarsch

Die Region südlich der Elbe zwischen Seevetal und Bardowick ist geprägt durch die tideabhängigen Flüsse Elbe und Ilmenau und viele kleinere Flüsse und Nebenflüsse. 

Das Land war sehr fruchtbar, ein Leben dort aber auch bedrohlich – wie zahlreiche Sturmfluten und ihre teils katastrophalen Folgen zeigen. Die Menschen mussten lernen, mit dem Wasser umzugehen und es zu zähmen.  

Erfahren Sie hier, was die Region ausmacht und prägt.

Was ist die Marsch?

Als Marsch wird ein niedrig gelegenes Gebiet bezeichnet, das regelmäßig überschwemmt wird. Das Land wird durch die mitgeschwemmten Sedimente sehr fruchtbar.

Durch den Bau von Deichen schützt man das Land vor Überschwemmungen. Zugleich mussten Lösungen gefunden werden, Wasser (aus Niederschlägen oder Schneeschmelzen) abfließen zu lassen.

Deichbau und Deichlinien

Um in der Marsch wohnen zu können, baute man Häuser auf natürlichen Erhebungen oder künstlichen Erdhügeln, sogenannten Wurten. Zusätzlich wurden größere Gebiete mit einem Deich umbaut. So entstanden einzelne Feldflure, die vor dem Wasser der Elbe und ihren Nebenflüssen weitgehend geschützt waren.

Das Eindeichen von Flächen

Um einen größeren Landabschnitt bewirtschaften zu können, deichte man seit dem späten Mittelalter einzelne Feldbereiche ein. Eine der frühesten Eindeichungen war das Elbfeld, das vom Drennhäuser Hinterdeich und dem Elbdeich umschlossen wurde. 

Seit der Deich am Ilmenaukanal gebaut wurde, hat der Drennhäuser Hinterdeich keine Schutzfunktion mehr.

Das Elbfeld gehört zu einem der größten Bereiche. (NLH Ha Kartensammlung Nr. 31n /15 pg)
Leben im Außendeich

Auch der Außendeich konnte genutzt werden. Wenn der Wasserrand hoch genug aufgeschlickt war, war dort ein Wohnen und Wirtschaften möglich. In Drage lagen bis zur Sturmflut 1976 Teile des Dorfes im Außenbereich des Deiches. Heute schützt ein neuer Hauptdeich das gesamte Dorf.

Ein breites Deichvorland verbessert auch den Deichschutz.  Lebe

Der Ilmenaukanal

Rund um die Ilmenau gab es immer wieder Überschwemmungen nach starken Regenfällen oder Schneeschmelzen. Das Land hat kaum Gefälle zur Elbe und liegt sehr niedrig. Das Wasser floss dadurch nur sehr langsam zur Elbe ab und staute sich im Land.

Der Bau des Ilmenaukanals ab 1886 mit neuen Deichen löste das Problem.

Die fünf Museumsinseln

An fünf Orten in der Elbmarsch sind (ab Mai 2023) „Museumsinseln“ – kleine Außenstellen des Museums im Marstall – installiert. An den dortigen Infotafeln erfahren sie Wissenswertes zur Geschichte und Kultur der Elbmarsch. Das Leben an und mit dem Wasser ist dabei ein zentrales Thema. 

Die einzelnen Standorte können Sie unten anwählen.

Thematische Gliederung

Was ist das Besondere an der Region der Elbmarsch? Die Elbe und ihre Nebenflüsse prägen seit jeher das Leben und die Kultur der Marschenregion zwischen Seevetal und Bardowick. Informieren Sie sich auf den folgenden Seiten – thematisch geordnet – über geschichtliche Hintergründe, über Charakteristika dieser Region und vieles mehr… 

25 Entdeckerorte

Die 25 Entdeckerorte der Diekkultur, die in der Elbmarsch aufgestellt sind, informieren Sie vor Ort über regionale Besonderheiten. Wie die Museumsinseln dienen Sie Ihnen dazu, die Elbmarsch besser kennen zu lernen und zu verstehen.

Über den Link werden Sie weitergeleitet zur Seite „Diekkultur“, die unabhängig vom Museum geführt wird.

Die fünf Museumsinseln

Museumsinsel Laßrönne

Die Museumsinsel Laßrönne thematisiert im Schwerpunkt das Thema Deich. Sie liegt direkt am Elberadweg und gibt Ihnen spannende Informationen zum Deichbau und zur Deichunterhaltung. Während

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Museumsinsel Mühlenpott

Am sogenannten „Mühlenpott“ am Drager Weg befinden Sie sich inmitten der Marsch, am Drennhäuser Hinterdeich. Hier geht es im Schwerpunkt um das Thema der Entwässerung

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