Die Be- und Entwässerung der Elbmarsch

Mit dem Bau der Deiche entstand das Problem der Be- und Entwässerung. Wasser sammelte sich in den Flächen hinter dem Deich und konnte nicht mehr ungehindert zur Elbe abfließen. 

Flethe, Siele, Schöpfwerke und andere Maßnahmen waren für eine Bewirtschaftung der Region nötig.

Das Wasser muss weg: Flethe und Siele

Damit das Wasser von den eingedeichten Feldern abfließen konnte, wurden Entwässerungsgräben (Flethe) angelegt. In ihnen sammelte sich das Wasser und wurde über Deichdurchlässe (Siele) in die Flüsse geleitet. Die Flethe mussten regelmäßig von Schlamm und Bewuchs gereinigt werden.

Zeichnung eines Sielbaus mit doppelten Fluttoren (rechts). (Abb. aus: J. Kramer, 1989)
Das Schöpfwerk Laßrönne, 1895. Dieses wurde 2001 durch ein neues Schöpfwerk ersetzt. (Dorfchronik Oldershausen)
Entwässerung des Landes

Dort wo der Abfluss des Wassers über Gräben und Siele nicht genügte, musste durch technische Mittel nachgeholfen werden. Schöpfvorrichtungen oder Mühlen schafften Wasser in höhere Bereiche, von wo das Wasser abfließen konnte. Ein erstes dampfbetriebenes Schöpfwerk entstand 1873/74 in Hoopte.

Der Bau des Ilmenaukanals

Der Bau des Ilmenaukanals diente zum einen dazu, die Entwässerung der Gegend zu verbessern. Das Wasser konnte durch den Kanal besser und zügiger Richtung Elbe abfließen. Zum anderen verbesserte er auch die Schifffahrt. Der Flußlauf wurde größer, gerader und damit einfacher zu befahren und um 6 km kürzer.

Nadelwehre und Schleusen entlang der Ilmenau

Durch den Bau des Ilmenaukanals floss das Wasser schneller Richtung Elbe ab. Um dennoch eine ausreichende Wassertiefe für Schiffe zu erhalten, regeln Schleusen und Wehre die Fließgeschwindigkeit. Wehre regeln die Wassermenge, die in den nächsten Flussabschnitt fließt. Schleusen ermöglichen Schiffen eine Durchfahrt.

Der Ilmenaukanal

Rund um die Ilmenau gab es immer wieder Überschwemmungen nach starken Regenfällen oder Schneeschmelzen. Das Land hat kaum Gefälle zur Elbe und liegt sehr niedrig. Das Wasser floss dadurch nur sehr langsam zur Elbe ab und staute sich im Land.

Der Bau des Ilmenaukanals ab 1886 mit neuen Deichen löste das Problem.

Die fünf Museumsinseln

An fünf Orten in der Elbmarsch sind (ab Mai 2023) „Museumsinseln“ – kleine Außenstellen des Museums im Marstall – installiert. An den dortigen Infotafeln erfahren sie Wissenswertes zur Geschichte und Kultur der Elbmarsch. Das Leben an und mit dem Wasser ist dabei ein zentrales Thema. 

Die einzelnen Standorte können Sie unten anwählen.

Thematische Gliederung

Was ist das Besondere an der Region der Elbmarsch? Die Elbe und ihre Nebenflüsse prägen seit jeher das Leben und die Kultur der Marschenregion zwischen Seevetal und Bardowick. Informieren Sie sich auf den folgenden Seiten – thematisch geordnet – über geschichtliche Hintergründe, über Charakteristika dieser Region und vieles mehr… 

25 Entdeckerorte

Die 25 Entdeckerorte der Diekkultur, die in der Elbmarsch aufgestellt sind, informieren Sie vor Ort über regionale Besonderheiten. Wie die Museumsinseln dienen Sie Ihnen dazu, die Elbmarsch besser kennen zu lernen und zu verstehen.

Über den Link werden Sie weitergeleitet zur Seite „Diekkultur“, die unabhängig vom Museum geführt wird.

Die fünf Museumsinseln

Museumsinsel Mühlenpott

Am sogenannten „Mühlenpott“ am Drager Weg befinden Sie sich inmitten der Marsch, am Drennhäuser Hinterdeich. Hier geht es im Schwerpunkt um das Thema der Entwässerung

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Museumsinsel Laßrönne

Die Museumsinsel Laßrönne thematisiert im Schwerpunkt das Thema Deich. Sie liegt direkt am Elberadweg und gibt Ihnen spannende Informationen zum Deichbau und zur Deichunterhaltung. Während

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